Das Genre des “office pr0n” widmet sich der Erotik von Arbeitsplätzen. Wohlgemerkt: nicht Arbeitsplätzen als Austragungsort biologischer Erotik, sondern der Erotik von Arbeitsräumen selbst, ihrer Architektur und ihrer Ausstattungen. Man guckt sich sabbernd die Räume der Google- und Pixar- und Apple-Arbeiter an und kommt zum Schluss: An so einem Ort würde ich liebend gern arbeiten!
Ich würde bereitwillig meine Arbeitskraft ins Lohnsklaventum verkaufen, so lange ich mich in mit meinem Laptop in in diese Hängesitzschaukeln oder diese Sitzsäcke lümmeln, bei meinen Arbeitsgängen in dieser Rutsche von Etage zu Etage wechseln, mich mit dieser oder dieser reichhaltigen Nahrungsversorgung bei langen Arbeitsnächten fit halten, Meetings an dieser Tischtennisplatte abhalten, die größten Brainstorming-Tafeln der Welt bekritzeln, so eine Umgebung oder solche Spielzeuge produktiv meine Kreativitätsneuronen durcheinanderwirbeln lassen, Spielplatz zur Ausbreitung meiner Gadgets und Gizmos beanspruchen, mich zum konzentrierten Werkeln in meine eigene kleine Hütte oder meinen eigenen Container oder mein eigenes Zelt oder mein eigenes Was-auch-immer zurückziehen und zwischendurch zur Entspannung ein paar Runden im Pool schwimmen könnte.
Die Silicon-Valley-Firmen wissen schon, mit welchen Bonbons sie kreative Freigeister in ein traditionelles Arbeitsverhältnis ködern können. Schnappen wir ihnen den Bonbon doch einfach weg und bauen solche Arbeitsplätze ohne festen Arbeitgeber für sich alleine! Die Hallen, die wir bauen wollen, brauchen ihnen in Komfortabilität und Inspiration in Nichts nachzustehen. Nur müsste man halt, um sie zu beanspruchen, nicht gleich die ganze eigene Arbeitskraft veräußern, sondern nur einen vergleichsweise bescheidenen monatlichen Mitgliedsbeitrag.
Aber genug Rumgeschwafel, wir wissen doch, was der Leser eigentlich will — pr0n! pr0n! pr0n! Hier ist mehr davon:
Hier ‘ne Idee, wie die Einrichtung in die Halle kommen kann ohne einfach nur einkaufen zu gehen.
Tischlerlehrlinge (und sicher auch Leute aus anderen Handswerksberufen) sind gerne mal auf der Suche nach interessanten Projekten für ihre Abschlussarbeit. Wie wär’s mit einer Zusammenarbeit, die die Einrichtung der Halle zum Ziel hat?
Stellt sich die Frage nach der Finanzierung des Materials (Arbeitszeit ist im Falle einer Abschlussarbeit im Ausbildungsrahmen vorgesehen, auch wenn die vorgesehene Zeit wohl selten ausreicht…). Fällt mir ad hoc kein Programm ein, frag ich aber gerne weiter rum.
Von hier aus fällt mir noch ein zu schauen, ob es allgemein Projektfinanzierungen zur Einrichtung gibt, die eine Zusammenarbeit auch mit anderen (arbeitslose Handwerker, kleine Betriebe, so die Richtung) möglich machen könnte.
Das wäre dann natürlich nichts, was sich innerhalb weniger Wochen durchführen ließe, insbesondere wenn zur Finanzierung eine Projektförderung eingeholt werden sollte.
Soviel erstmal zur spontanen Idee
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vielen dank, gute idee. jetzt noch eine, wie wir ohne viel zu bezahlen an einen bueroraum kommen