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Pünktlich zum Coworking-Event gibt es seit dem 12.12.08 im iTunes-Store auch unsere Hallenprojekt-iPhone-APP.

Features u.a.:

  • Hallen in der Nähe finden
  • Orte betreten/verlassen
  • sehen, wer wo arbeitet
  • Gespräche an Orten via iPhone führen

Die Basis-App ist kostenlos und direkt im iTunes Store zu bekommen.

Tipp: Die eigenen Userdaten gibt man auf dem iPhone im Bereich “Einstellungen” unter hallenprojekt ein.

Viel Spaß damit. Feedback gerne hier in den Kommentaren. Und Danke an Martin fürs programmieren.

Arbeiten auf der grünen Wiese

Wie sich das Arbeiten mit Strom und WLAN unter freiem Himmel anfühlt kann man noch bis Sonntag, 25. Mai bei unseren Kollegen vom betahaus ausprobieren.

“Vom 22/05 bis zum 25/05 sind wir auf dem DMY International Design Festival zu Gast und bauen dort unser provisorisches betahaus am Haupteingang zwischen dem Club der Visionäre und Kunstfabrik auf. “

Mehr Infos zur Aktion: www.betahaus.de/blog/?p=6

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Die neuen Oasen

Der traditionelle feste Büro-Arbeitsplatz weicht einem digitalen Nomadentum, das von Oase zu Oase zieht. Unter anderem dieser Idee und der Frage, wie so eine Oase auszusehen hat, architektonisch und infrastrukturell, widmete sich vor zwei Wochen ein Artikel in der Print-Ausgabe des Economist, “The new oases. Nomadism changes buildings, cities and traffic.”, der hier online steht.

Was so eine Oase offenbar mindestens braucht? WLAN, komfortable Sitzplätze und eine gewisse Aneignungs-Flexibilität. Vorhandene Oasen reichen von Orten, die ursprünglich nicht auf die Ansprüche des neuen Nomadentums hin entwickelt wurden, wie etwa Starbucks, bis zu direkt dafür entwickelten Architekturen aus den Köpfen von z.B. Star-Architekt Frank Gehry oder William Mitchell vom MIT.

Oase = Halle, Halle = Oase

Manches vorgestellte Oasen-Konzept kommt dem, was wir uns unter einer Halle vorstellen, erstaunlich nahe. Zum Beispiel im Geschäftsmodell:

Instead of renting to corporate tenants, says Mr Dykstra, he plans to sell memberships as a club does—by the hour, week or month—to nomads dropping by. Mobile workers come in, find all the services they might need—from tech support to copying—and satisfy their needs for “work, love and play” as well, with the aid of fitness studios, restaurants, cooking classes and music rooms.

Gut, Fitness-Anlagen und Musikräume betrachten wir jetzt noch nicht als zu den Mindestvoraussetzungen der ersten Hallen gehörig. Aber die Idee eines monatlichen Beitrags zur Nutzung einer vor allem an Arbeitsbedürfnissen orientierten Infrastruktur, das ist schon ziemlich genau das, was wir wollen. Was wir auch wollen: Digitale Echtzeit-Abbildung der physisch-menschlichen Präsenzen in der Halle in einem Hallen-eigenen Social Network. Etwas ungefähr wie das hier:

He is also planning to turn his café into an online social network so that patrons opening their browsers to connect encounter a welcome page that asks them to fill out a short profile—as they would on Facebook, say—and then see information about the people at the other tables.

Was am Oasen-Begriff aber vielleicht am Stärksten zum Hallen-Konzept passt: Auch wir stellen uns nicht einen festen Ort vor, sondern eine räumlich verteilte Vielheit von Orten, eben Oasen, zwischen denen die Nomaden hin und her ziehen können.

(Economist-Artikel via Sentient Developments gefunden)

Auf der re:publica ‘08, die 2.-4. April 2008 in der Berliner Kalkscheune stattfand, brachten wir Hallenphilosoph Frithjof Bergmann ein und bastelten auch eine kleine provisorische Symbolhalle im Kellergeschoss. Hier einige Erwähnungen:

Berichte/Interviews

  • Die Karrierebibel / Jochen Mai:
    Sprechblase – Zitate von der re:publica
    (Frithjof wird zitiert: “Der wunde Punkt an Open Source ist, dass diejenigen, die die (kreative) Arbeit haben, damit nicht unbedingt reich werden müssen, aber schon etwas daran verdienen sollen – und das tun sie nicht.”)
  • The Lunatic Fringe / Tim Pritlove:
    re:publica 08 II
    (Konferenzfazit, Zitat: “Sonst fand ich eigentlich alles löblich [...] im Keller ein ruhiger Arbeitsbereich für digital Schaffende mit Tischen und Steckdosen”)
  • taz.de / Lisa Rank:
    Twittern, bloggen, streamen
    (Zitat: “Unter den Besuchern tummelt sich auch Frithjof Bergmann, Gründer der Zentren für Neue Arbeit, und schaut skeptisch auf die, die mit ihren Laptops auf dem Schoß auf unbequemen Holzstühlen im großen Saal sitzen. Wird hier wirklich gearbeitet?”)

Fotos