
[Bild via Wordle]
Wenn Du bis hierher gefunden hast, hast Du es schon gemerkt: Wir haben hallenprojekt.de gestartet. Und Du kannst dabei sein. Einfach anmelden, Ort suchen oder neu anlegen – und Dich mit anderen Nutzern des selben Ortes austauschen. Oder einfach nur sehen, wer denn der Tischnachbar da ist, der da so konzentriert am Rechner sitzt.
Die obenstehende Grafik illustriert übrigens den Artikel “Oasen der Arbeit” über das Hallenprojekt von Elisabth Rank bei FM4.
Update: Mehr lesen übers Hallenprojekt kann man jetzt auch bei jetzt.de
Vom 13. bis 15. Juni 2008 geht das Festival für junge Politik und junge Kultur in die zweite Runde: Drei Tage Politik und Kultur, Sport und Unterhaltung, Campen und Feiern rund um das FEZ-Berlin und die Berliner Wuhlheide. Und das Hallenprojekt wird dabei sein!
Auf Berlin08 werden wir in der Clubgaststätte am FEZ drei Tage lang zeigen, wie neues arbeiten an neuen Orten aussehen kann und genug Platz zum gemeinsamen arbeiten bieten.
Am Samstag nachmittag kann man u.a. in einem Workshop mit Frithjof Bergmann erfahren, was die Neue Arbeit ist und was sie mit Elektroautos, Hallen und einem selbstbestimmten Leben und Arbeiten zu tun hat.
Am Freitag geht das ganze um 12 Uhr los, u.a. mit einer Vorstellung von Film und Buch “Der 100.000 EURO JOB“.
Kommt vorbei – Kernarbeitszeit ist von 11:00 bis 18 Uhr (Sonntag bis 14 Uhr). Die Räume sind rund um die Uhr geöffnet.
Fragen? Platz reservieren? info@hallenprojekt.de
Mitglied werden? Dann eintragen bei: hallenprojekt.mixxt.de
Und hier gibts als PDF den Flyer zum Hallenprojekt. [Gestaltung: Thomas Weyres . pawone.de]
Das Genre des “office pr0n” widmet sich der Erotik von Arbeitsplätzen. Wohlgemerkt: nicht Arbeitsplätzen als Austragungsort biologischer Erotik, sondern der Erotik von Arbeitsräumen selbst, ihrer Architektur und ihrer Ausstattungen. Man guckt sich sabbernd die Räume der Google- und Pixar- und Apple-Arbeiter an und kommt zum Schluss: An so einem Ort würde ich liebend gern arbeiten!
Ich würde bereitwillig meine Arbeitskraft ins Lohnsklaventum verkaufen, so lange ich mich in mit meinem Laptop in in diese Hängesitzschaukeln oder diese Sitzsäcke lümmeln, bei meinen Arbeitsgängen in dieser Rutsche von Etage zu Etage wechseln, mich mit dieser oder dieser reichhaltigen Nahrungsversorgung bei langen Arbeitsnächten fit halten, Meetings an dieser Tischtennisplatte abhalten, die größten Brainstorming-Tafeln der Welt bekritzeln, so eine Umgebung oder solche Spielzeuge produktiv meine Kreativitätsneuronen durcheinanderwirbeln lassen, Spielplatz zur Ausbreitung meiner Gadgets und Gizmos beanspruchen, mich zum konzentrierten Werkeln in meine eigene kleine Hütte oder meinen eigenen Container oder mein eigenes Zelt oder mein eigenes Was-auch-immer zurückziehen und zwischendurch zur Entspannung ein paar Runden im Pool schwimmen könnte.
Die Silicon-Valley-Firmen wissen schon, mit welchen Bonbons sie kreative Freigeister in ein traditionelles Arbeitsverhältnis ködern können. Schnappen wir ihnen den Bonbon doch einfach weg und bauen solche Arbeitsplätze ohne festen Arbeitgeber für sich alleine! Die Hallen, die wir bauen wollen, brauchen ihnen in Komfortabilität und Inspiration in Nichts nachzustehen. Nur müsste man halt, um sie zu beanspruchen, nicht gleich die ganze eigene Arbeitskraft veräußern, sondern nur einen vergleichsweise bescheidenen monatlichen Mitgliedsbeitrag.
Aber genug Rumgeschwafel, wir wissen doch, was der Leser eigentlich will — pr0n! pr0n! pr0n! Hier ist mehr davon: